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Im Rahmen der Kelheimer Kulturtage "Stadt im Fluss" präsentieren elf Künstlerinnen und Künstler Keramikplastiken und Steinskulpturen im Hof des Archäologischen Museums vom 12. Oktober 2011 bis zum Frühjahr 2012 in unmittelbarer Nähe zu keltischen Kunstwerken.
Die drei Keramikplastiken und acht Steinskulpturen sind in den Werkstätten der Kunstschaffenden, bzw. bei einem Workshop in einer Werkhalle der Kelheimer Naturstein GmbH in Essing entstanden.
http://www.Kelheimer-naturstein.de
Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim vom 30. März bis 4. November 2012.
Die Ausstellung ist ein Projekt des Arbeitskreises für Erdstallforschung und des Archäologischen Museums der Stadt Kelheim.
Erdställe, (Namensableitung von "Stelle unter der Erde" oder "Stollen") sind von Menschenhand angelegte unterirdische Anlagen mit labyrinthartigem Charakter, die im bayerischen Volksmund häufig auch als "Schratzellöcher" (Schratzel = Zwerge) bezeichnet werden. Diese mysteriösen Anlagen gehören zu den letzten großen Rätseln Mitteleuropas, da ihre Funktion bis heute nicht geklärt ist.
Sie bestehen aus extrem niedrigen spitz- oder rundbogigen Gängen, die niemals nur in eine Richtung verlaufen, sondern meist winkelig in andere Richtungen oder auf andere Ebenen abbiegen und aus etwas höheren Kammern, die ein aufrechtes Stehen ermöglichen. Überwiegend runde, vertikal oder horizontal angelegte Engstellen von nicht selten weniger als 40 cm Durchmesser, so genannte Schlupflöcher, verbinden die Gänge und Kammern miteinander.
Erdställe gibt es in mehreren europäischen Ländern, wobei die Hauptverbreitungsgebiete in Bayern, Österreich, Frankreich und Irland liegen. Allein in Bayern sind über 700 derartige Anlagen bekannt.
Sie befinden sich unter bäuerlichen Siedlungsplätzen, Kirchen und Friedhöfen und werden meist bei Bauarbeiten an alten Gebäuden oder beim Straßen und Kanalbau entdeckt.
Die Zeitstellung der Erdställe ist vermutlich mittelalterlich (etwa 10. - 12. Jahrhundert), eine eindeutige Datierung der fundleeren Anlagen ist allerdings nach wie vor problematisch.
Konzeption der Ausstellung: Kultisurium GbR und Arbeitskreis für Erdstallforschung
Abbildung: Fleyer des Arbeitskreises für Erdstallforschung - (zum vergrößern bitte Bild anklicken)
Abbildung: Fleyer des Arbeitskreises für Erdstallforschung - (zum vergrößern bitte Bild anklicken)
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