Die Süßwasserfische des Karl von Meidinger

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Mit naturhistorischen Illustrationen aus vier Jahrhunderten.

Der Prachtband über die Fische der Donau würdigt das weithin unbekannte, quasi wiederentdeckte Werk Icones Piscium Austriae (Wien 1785–1794) des österreichischen Naturforschers Karl von Meidinger (1750–1820), der mit 50 handkolorierten Kupfertafeln im Folioformat den größten Teil der damals bekannten Fische der Donauregion vorstellte. Seine Bilder stehen den bekannten Illustrationen des berühmten Berliner Naturforschers Marcus E. Bloch (1723– 1799) aus dessen weit verbreitetem Werk Oeconomische Naturgeschichte der Fische Deutschlands (1782–1784) sowohl künstlerisch-ästhetisch als auch in den arttypischen Merkmalen keineswegs nach – im Gegenteil, sie wirken mehrheitlich vollkommener und präziser. Die faszinierenden Illustrationen der beiden Begründer der wissenschaftlichen Fischkunde (Ichthyologie) werden mit früheren und späteren Beobachtungen und Beschreibungen der Donaufische verglichen und zeichnen damit über vier Jahrhunderte ein fakten- und episodenreiches Panorama der frühen Naturgeschichte der mitteleuropäischen Fische. 

Den Leser erwartet eine Kunst- und Wissenschaftsgeschichte der behandelten Fischarten. Ausgehend von unserem vertrauten Zander bis zum abschließenden Flussneunauge, folgt eine Spezies bzw. Varietät der anderen, begleitet von eindrucksvollen Bildern. „Ein Feuerwerk an klug, spannend und lesbar zusammengestellter Information, die das Who‘s Who der Ichthyologie vor den Augen des Lesers paradieren lässt […]. Ein ausgezeichnetes Buch, das in alle einschlägigen Bibliotheken gehört und jedem, der sich für Fische interessiert, dringend ans Herz zu legen ist. […] Fachwissen ist für die genussvolle Lektüre nicht erforderlich, Thomas Sterba erzählt, beschreibt und schildert in absolut lesbarer Form, informierend, aber nie belehrend. Wahrlich ein schönes Buch!“ (Dr. Ernst Mikschi, Naturhistorisches Museum Wien)

„Mit dem vorliegenden, prächtig ausgestatteten Band, einem Jahrhundertwerk, gibt Thomas Sterba eine vollständige Übersicht über die bildliche Darstellung der Süßwasserfische Mitteleuropas durch über 400 Jahre.“ Darüber hinaus vermittelt er einen bedenklichen Eindruck vom Wandel der Ichthyofauna. „Diese wurde in Teilen schon seit der römischen Kaiserzeit verändert, erfuhr in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch die Akklimatisationsgesellschaften europaweit einen entscheidenden Eingriff in das Artenspektrum und hundert Jahre später eine gewaltige Verfälschung der Genetik vieler Arten durch unkontrollierte Verfrachtung ganzer Tankladungen von Kleinfischen, z. B. aus den Balkanländern. Areale und Arten wurden homogenisiert, die ursprünglichen Zustände verwischt.“ (Prof. Dr. Ragnar Kinzelbach, Rostock)

„Wem nützt ein solches Buch? Die Antwort lautet: Jedem, der ein tiefer gehendes Interesse an den vielfältigen Beziehungen der Menschen zu den Fischen und an deren Identifikation aufbringt. Unabhängig davon, ob er als Ichthyologe, Fischereifachmann, Angler, Ökologe, Faunist, Naturschützer oder Wasserwirtschaftler speziell die mitteleuropäische Süßwasserfischfauna im Blick hat, ob er als engagierter Aquarianer über sein spezielles Interessengebietes hinausschauen möchte oder als Wissenschaftshistoriker die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Illustration oder der zoologischen Forschung am Beispiel der Fische verfolgen will.“ (Dr. Hans-Joachim Paepke, Potsdam)

660 Seiten; 609 große, farbige Abb.; 30 × 24,5 cm; Hardcover

REDUZIERT: statt 149,- nur 78,-!

Details

Erscheinungsjahr: 2018
ISBN: 978-3-941365-57-5
Sprache: deutsch
Größe (LxBxH): 30x25x0mm

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Preis: 78,00 € pro Stück

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