News zum Archäologischen Museum

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Unser Webstuhl in neuem Glanz

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Sylvia Wiechmann hat ganze Arbeit geleistet

Liebe Museumsfreunde,

nach vielen langen Jahren, in denen der eine oder andere Besucher der Verlockung erlegen ist, doch mal schnell an den Fäden leicht zu rupfen oder da einmal zu zupfen, hat man es unserem Webstuhl deutlich angesehen - eine neue Einrichtung der Fäden muss her.

Sylvia Wiechmann von der Damasthandweberei in München hat im Oktober nun in einem zweitägigen Marathon unseren Webstuhl neu eingerichtet.

Eine Arbeit, die sehr viel Geschick, ein umfängliches Fachwissen zur Geschichte und Technik der Weberei und vor allem Geduld und eine ruhige Hand verlangt.

Falls Sie Kontakt zu Frau Wiechmann aufnehmen möchten:

DAMASTHANDWEBEREI 

Gollierstraße 70/C/2. OG.

80339 München 

Ansonsten hoffen wir, dass wir Sie im kommenden Jahr wieder gesund und munter bei uns im Haus begrüßen können, um den Webstuhl zu besichtigen.

Rund um den Mars - unser neuer Actionbound

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Eine spannende Jagd durch die Innenstadt auf der Suche nach dem richtigen Lösungswort für unseren armen Mars.

Liebe Museumsfreunde,

unser Mars hat Mist gebaut. Weil er (mal wieder?) klammheimlich im Weinkeller von Jupiter gewildert hat, steckt er jetzt ausgerechnet in seiner eigenen Statue fest.

Nur wer die in der Stadt versteckten richtigen Lösungen auf die Fragen findet, kann ihn aus seiner misslichen Lage befreien.

Macht mit und holt Euch den Actionbound "Rund um den Mars".

https://de.actionbound.com/bounds

Hier findest Du gleich den QR-Code zum Spiel

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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16. Juli: Martin Neumeyer, 65 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet Martin Neumeyer, Landrat des Landkreises Kelheim: 

In der Corona-Zeit ist für mir wichtig, dass wir uns wieder auf das Wesentliche zurückbesinnen können.

Die eigene und die Gesundheit meiner Familie sind sicherlich das Wichtigste für mich. Mir ist durch die Corona-Krise wieder Bewusst geworden, wie schön es ist, mit meiner Familie zu kochen und zu lesen.

In den letzten Monaten hat mich vor allem der starke Zusammenhalt in unserer Gesellschaft beeindruckt. Die gesamte Bevölkerung im Landkreis Kelheim hat zusammengehalten, hat viele Opfer gebracht und über das normale Maß hinaus Enormes geleistet.

Unter enormem persönlichen Einsatz der Landkreisverwaltung, insbesondere in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gewerbe- und Gesundheitsamt, dem THW, dem BRK, den örtlichen Feuerwehren und vielen weiteren Akteuren wurde ohne zusätzlichem Personal selbst an den Wochenenden alles Nötige getan, damit die Bedarfsträger (u.a. Krankenhäuser) und Bürger unseres Landkreises optimal während der Krise versorgt wurden.

Mit extrem persönlichen Einsatz wurden in kürzester Zeit zwei Abstrichzentren an der Goldberg-Klinik Kelheim und Krankenhaus Mainburg eingerichtet. Der Ablauf auch bei anfangs hoher Auslastung war zu jederzeit reibungslos. Mein besonderer Dank geht an alle, die hier außergewöhnliches geleistet haben. Hier war der Landkreis Kelheim ein Vorreiter und Vorbild in ganz Bayern.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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8. Juli: Miriam Mallmann, 12 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Miriam Mallmann: 

In der Corona-Zeit machen mich meine Lieblingstiere, die Eulen, glücklich, deshalb zeichne ich sie gerne. Immer wenn ich in ihre großen Augen schaue, durchströmt mich ein Glücksgefühl, für das ich keine Worte finde. Ich werde munter, wenn ich am Abend mit meiner Familie in den Wald oder an die Donau gehe, Lauten der Eulen lausche und jeden Tag hoffe, dass sich doch noch eine aus ihrem Versteck wagt. Bisher habe ich leider, leider noch keine in freier Wildbahn gesehen, sondern nur in Nationalparks und Falkenhöfen. Höre ich aber zumindest ihren Ruf, huscht ein Lächeln über mein Gesicht und ich vergesse alle Sorgen über Corona.

Diese Zeit ist sehr schwer. Viele Menschen sterben an dem noch kaum erforschten Corona-Virus. Ich habe Angst, dass Familienangehörige oder Bekannte an dem Virus erkranken und sehr stark leiden. Die Schule ist lange ausgefallen und wir mussten zu Hause Schularbeiten erledigen. Nun sind die Infektionszahlen zurückgegangen und manche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wurden abgeschafft. Die Schulen wurden schrittweise geöffnet. Ich gehe jede zweite Woche in die Schule. Aber alles ist ganz anders als früher. Ich werde nur mit einer Hälfte meiner Klasse unterrichtet, das bedeutet für mich, dass ich bis zum Schuljahresende viele meiner Freunde nicht mehr sehen werde. Die Tische sind zudem weit auseinandergeschoben und in den Pausen darf man nicht aufstehen. Auch in den Gängen muss stets Abstand gehalten werden und dort gilt es, eine Schutzmaske zu tragen. Insgesamt ist das sehr anstrengend und ich bin, wenn ich von der Schule nachhause komme, erschöpft. Wenn ich dann Eulen zeichne, sind meine Gedanken ganz woanders und ich tanke Kraft. Ich bin nur darauf konzentriert, das Bild schön aussehen zu lassen und den Charakter der Eule ausdrucksstark auf das Papier zu bringen. Ich habe mir schon immer gewünscht, eine Eule in der freien Natur zu sehen. Doch das ist sehr schwer, daher zeichne ich sie. So kann ich die Greifvögel immer anschauen und sie wirken auch noch lebendig. Wenn ich draußen im Wald mit meiner Familie bin, denke ich nicht über Corona nach, da ich dort auch nicht damit konfrontiert werde: Es halten sich dort keine anderen Menschen auf, zu denen ich Abstand halten muss, und eine Schutzmaske muss ich auch nicht tragen. Im Wald, auf den Spuren der Eulen, ist es für mich möglich, in ein Reich abzutauchen, in dem Covid-19 nicht existiert. Einfach einmal die nach Moos riechende Luft einatmen und so dafür zu sorgen, dass das Glück zu mir kommt. Für mich ein Paradies voller Leben und Abenteuer!

Ich wünsche mir von den Menschen, dass sie aus der Zeit lernen und auf zukünftige Krankheiten, die die ganze Welt betreffen, besser vorbereitet sind. Ich hoffe jetzt, dass wir es schaffen, Corona schnell einzudämmen und wir alle wieder unser normales Leben ohne Abstandsregeln und Masken führen können!

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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1. Juli: Dr. Bernd Sorcan, 45 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet Dr. Bernd Sorcan, Leiter des Archäologischen Museums: 

In der Coronazeit ist es mir besonders wichtig, bescheiden zu bleiben.

Die „Corona-Krise“, die neben der reellen Gefahr für Gesundheit und Leben eigentlich nur eine Krise für unser bisheriges Leben ist, macht bescheiden: Der „Lockdown“ und die damit einher gehenden massiven Einschränkungen unseres täglichen, ach so wichtigen Tuns und Treibens hat uns gezeigt, wie klein wir eigentlich, wie unwichtig wir sind. Als Archäologe beschäftige ich mich von Hause aus mit langen, für die meisten von uns nicht wirklich fassbaren Zeiträumen der menschlichen Geschichte. Wie oft wurde unsere Spezies im Gesamten in den letzen Jahrhunderttausenden von der Natur an den Rand des Abgrundes gedrängt? Ja schlimmer noch: Wie oft haben wir uns selbst an diesen Abgrund begeben – und stehen immer noch davor? Eigentlich sind wir nur ganz klein, für die Welt und ihre Geschichte nicht so bedeutend, wie wir uns selber (gerne) sehen.

Die Ausgangsbeschränkungen haben uns zum Innehalten gezwungen, uns Zeit gegeben wieder über uns selbst und unser Tun nachzudenken: Muss ich wirklich jetzt und sofort hier und da hin fahren? Mallorca, Malediven, Miami? Muss ich dies und das unbedingt kaufen? Brauch‘ ich es wirklich? Nice to have… Nicht dass wir jetzt stets große Reisen machen würden und gänzlich dem Konsum verfallen wären. Aber auf vielen langen Spaziergängen mit meiner Frau und meinen Kindern wurde mir dies wieder sehr bewusst. Kleine Dinge am Wegesrand verdienen nicht nur unsere Aufmerksamkeit, nein man kann aus ihnen eine unbändige Kraft schöpfen, die es uns ermöglicht, diese Zeit zu überstehen. Ich finde, es sind nämlich die alltäglichen kleinen Dinge am Wegesrand unseres Lebens, die unser Leben wirklich ausmachen. Eine Umarmung der Kinder, ihr Lachen, die eine oder andere Träne, die kleine Zärtlichkeit, ein Blick, ein Lächeln. Das Vorlesen von Gutenachtgeschichten, der ausgefallene Zahn, … Ein gemeinsamer Spaziergang in einer einzigartigen Natur, Arm in Arm mit deiner Frau: zu spüren, du hast jemanden an deiner Seite, du bist nicht allein. Nicht allein in der diffusen kollektiven Angst und der ganz konkreten Angst um deine Angehörigen und natürlich letztlich doch auch um dich selbst.

Nun sind einige Wochen vergangen und die Lockerungen haben uns viel von dieser Angst wieder genommen – die „Normalität“ kehrt langsam zurück und damit die Gefahr wieder in die alten Bahnen zu geraten. Es wäre schön, wenn wir gemeinsam etwas bescheidener und rücksichtsvoller sein könnten. Es würde uns, unseren Mitmenschen und unserer Welt ganz gut tun.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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3. Juni: Nele Wagner, 15 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Nele Wagner: 

In der Coronazeit ist es mir besonders wichtig, kreativ zu bleiben.

Kreativität ist nicht von äußeren Umständen abhängig, sondern kann sich auch in kleinsten Räumen groß entfalten. Als Symbol dafür soll der Stift stehen. Bei allen Beschränkungen, die diese Zeit für uns mit sich bringt, bleiben unsere Gedanken trotzdem frei. Wir können nach neuen Inspirationen suchen, die nicht draußen zu finden sind, sondern in uns selbst. Auch wenn es sich im Moment so anfühlt, als hätte jemand den Stecker gezogen, und gerade alles stillsteht, kann man sich kreativ weiterbewegen. Zum Beispiel schreibe ich nun endlich wieder öfter Kurzgeschichten. So kann ich alle meine Ideen einbringen, einfach nur meinen fantasievollen Gedankengängen freien Lauf lassen oder neue Geschichten erfinden. Man muss ja nicht gleich einen Roman schreiben, oft hilft es schon, wenn man nur seine Gefühle niederschreibt, um so Erlebtes zu verarbeiten. Vielleicht fallen einem währenddessen Dinge auf, die man verändern möchte, oder man sieht die Ziele leichter, die schon erreicht sind. Man kann sich damit aber auch einfach nur Langeweile vertreiben, Ablenkung von schlechten Gefühlen finden oder seinen Ängsten Ausdruck verleihen. Gerade jetzt, wo wir weniger Gelegenheit zu persönlichem Kontakt mit Freunden und Verwandten haben, unterhalten wir uns ständig mit Hilfe der modernen Kommunikationsmedien mit der ganzen Welt und beschäftigen uns mit allem und jedem: außer mit uns selbst. Deshalb wünsche mir, dass wir unsere Zeit nach der Corona-Krise mehr dazu nutzen, uns selbst zu reflektieren, unsere Gedanken kreativ zu Papier zu bringen und so ein kleines Stück von sich für die Ewigkeit zu bewahren. Die größte Chance im Schreiben sehe ich aber darin, der Nachwelt unsere Geschichten zu hinterlassen, ob sie nun erfunden oder wirklich erlebt wurden. Damit müssen wir aber jetzt anfangen. Deshalb würde ich mich freuen, wenn jeder Leser noch heute etwas aufschreiben würde, was ihn oder die Welt gerade bewegt. Ich würde mir wünschen, dass der ein oder andere dadurch die Liebe zum Schreiben entdeckt.

#staycreative

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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30. Mai: Lars Merschel, 13 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet der Schüler des DGK Lars Merschel: 

In der Coronazeit ist mir meine Hör-CD besonders wichtig, da man sich dadurch sehr gut entspannen kann. So ist möglich, einfach einmal schnell dem hektischen und anstrengenden Alltag zu entkommen. Außerdem ist es einfacher auf andere Gedanken zu kommen, da man derzeit ständig mit neuen Informationen über das Coronavirus konfrontiert wird, wodurch es schwierig ist abzuschalten. Außerdem verbringt man auf diese Weise nicht so viel Zeit vor dem Handy, Fernseher oder dem Computer. Diese Hör-CD trägt für mich zur Förderung der Kreativität und Fantasie bei. Ich habe die Hör-CD in dieser Zeit gewählt, weil man sich im Vergleich zu einem Buch noch besser in die Fantasiewelt hineinversetzen kann und die Geschichte des Buches dadurch noch realistischer wird. So ist das Anhören einer Hör-CD eine gelungene Abwechslung zum anstrengenden Homeschooling!

Ich freue mich besonders auf die Zeit nach Corona, weil ich denke, dass man Dinge: wie z.B. zum Spielplatz zu gehen oder einfach nur durch die Stadt zu spazieren mehr schätzt. Ich hoffe, dass die Menschen aus der Corona-Pandemie lernen, auch in Zukunft auf andere, die in dieser Zeit besonders gefährdet waren, so zu achten, dass sie sicher sind. Ein Punkt - auf den ich mich besonders freue - ist, dass man seine eigene Familie wie seine Großeltern oder Tanten wieder besuchen kann, ohne ein Risiko für sie dabei einzugehen. Ich freue mich auch darauf, einfach wieder an der frischen Luft spazieren gehen zu können, ohne ständig darauf achten zu müssen, den Mindestabstand zu anderen Leuten einzuhalten. Auch auf die Schule freue ich mich, da man durch das Homeschooling den normalen Schulalltag ganz anders zu schätzen weiß, da es nicht immer einfach ist, Aufgaben für die Schule einfach zuhause zu erledigen und man leicht in Versuchung kommt, die Hausaufgaben auf den nächsten Tag zu schieben, wodurch sich immer mehr nicht bearbeitetes Material für die Schule ansammelt.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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22. Mai: Alan Jordan, 16 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet der Schüler des DGK Alan Jordan: 

In Coronazeiten ist es mir wichtig, mich so wenig wie möglich von den aktuellen Geschehnissen beeinflussen zu lassen und meinen Alltag - so weit wie es geht -weiterzuführen. Außerdem versuche ich mir immer auch die positiven Dinge vor Augen zu führen wie z.B., dass ich jetzt die Möglichkeit habe, mich auf Aktivitäten oder Tätigkeiten zu fokussieren, welche davor aufgrund des Alltags als Schüler, kürzer kommen mussten. So habe ich jetzt viel Zeit für Sport.

In dieser Zeit sind mir meine Freunde und meine Freundin besonders wichtig. Bevor die Regierung die Ausgangsbeschränkungen beschlossen hat, habe ich mich mit ihnen regelmäßig getroffen. Als dann die Ausgangsbeschränkungen verhängt wurden, war dies nicht mehr im gewohnten Maße möglich, was sehr deprimierend war. Mir wurde erstmals richtig bewusst, wie wichtig mir meine sozialen Kontakte sind. Zuvor hat man sich einfach verabredet und ist dann durch Geschäfte gelaufen, man hat was gegessen oder einfach nur die Natur genossen. Auf einmal wurde dies alles eingeschränkt und war anfangs zum Großteil nicht erlaubt. Ich will damit nicht Kritik an den getroffenen politischen Entscheidungen und den dann verhängten Maßnahmen üben. Ganz im Gegenteil, ich konnte sie gut nachvollziehen und tue es auch immer noch. Trotzdem war es für mich anfangs schwer, mich damit abzufinden. Nach einer bestimmten Zeit wurden die Ausgangsbeschränkungen aber dann gelockert und man durfte sich mit einer Person aus einem anderen Haushalt wieder treffen, was uns alle sehr gefreut hat. Ich habe in der Zeit, wo das nur bedingt möglich gewesen war, nochmals gemerkt, was für eine große Rolle der Kontakt zu den Menschen, die mir besonders wichtig sind, in meinem Leben spielt. Unsere Freunde und Partner begleiten uns täglich durch unseren Alltag und sind stets treue Begleiter an unserer Seite. Von einem auf den anderen Moment Abstand zu diesen Personen halten zu müssen, ist mir nicht leichtgefallen.

Die Corona-Pandemie zeigt uns, wie schnell unser gesamtes gesellschaftliches Dasein auf den Kopf gestellt werden kann.

Ich wünsche mir, dass die Menschen aus der Coronazeit lernen, den Wert des Miteinander, der gemeinsamen Zeit, endlich anzuerkennen und nicht als selbstverständlich anzusehen.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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20. Mai: Amelie Hiller, 17 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Amelie Hiller: 

In Coronazeiten ist mir wichtig, dass ich weiterhin den Kontakt mit meinen Freund*innen aufrechterhalte. Vor allem als noch strenge Kontaktbeschränkungen galten, war das virtuelle Treffen über Video das, was einen am meisten verbunden hat. Aktivitäten wie gemeinsam Kochen oder einen Film anschauen waren einfach schöner, wenn man auch das Gesicht der anderen Person sehen konnte. So hatte man wenigstens die Illusion deines halbwegs normalen Treffens, was über Telefon etc. nicht möglich wäre. Der Gegenstand, der dabei für mich am wichtigsten war, ist mein Laptop, weil durch ihn einfache Kommunikation via Apps wie Skype oder Houseparty auch in größeren Gruppen ermöglicht wird. Dazu kommt, dass man ihn einfach abstellen kann und nicht wie ein Handy immer in der Hand halten muss, was um ein Vielfaches praktischer ist. 

Ein Laptop. Eigentlich ein für uns ganz alltäglicher Gegenstand, den vermutlich die meistens von uns besitzen. Doch gerade jetzt wird klar, wie wichtig es heutzutage ist, einen funktionierenden Zugang zum Internet zu haben. Denn auch für die schulische Bildung daheim, ist der Laptop für mich der wichtigste Gegenstand. Egal ob es darum geht, Arbeitsaufträge von den Lehrer*innen zu erhalten, Texte zu schreiben und zu versenden, oder Unterricht per Videochat zu besuchen, um all diese Dinge vernünftig erledigen zu können, wird ein Laptop oder Computer gebraucht. Vor allem die Lernplattform Mebis, über die fast alle Arbeitsaufträge zu erledigen sind, ist über ein Handy sehr schlecht zu bedienen und funktioniert am besten mit einem Laptop. Sowohl für die Arbeit mit Programmen wie Word und Teams als auch für die Kommunikation mit den Lehrer*innen über E-Mails, beides Dinge, die oft im Online-Unterricht gefordert werden, sind andere Geräte meist ungeeignet. Beispielsweise weil der Bildschirm zu klein ist, um den ganzen Tag bequem damit arbeiten zu können. Gerade weil der Laptop oft den ganzen Tag gebraucht wird, ist es grundlegend nötig entweder einen eigenen Laptop zu haben oder zumindest Zugang zu einem für einen längeren Zeitraum zu haben, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Das ist etwas, was nicht für alle so selbstverständlich ist. Gerade in Ländern, in denen die digitale Infrastruktur noch schlechter, als sie bei uns in Deutschland eh schon ist, haben viele Jugendliche gar nicht die Möglichkeit, online Bildung zu erhalten, weil ihnen die nötigen Mittel nicht zu Verfügung stehen. Doch auch bei uns gibt es Familien, die sich nicht für jedes Kind einen Laptop oder Computer leisten können, oder bei denen der Internetzugang überlastet ist, weil er von allen gleichzeitig genutzt wird. So wird das Lernen daheim auch hier für einige erschwert, wodurch die Chancenungleichheit verstärkt wird.   

Ich wünsche mir, dass die Menschen bei uns lernen, dankbarer zu sein, für das was sie haben. Nicht nur der Zugang zum Internet, sondern auch der Zugang zu Bildung allgemein ist nicht für alle ohne Weiteres möglich. Hoffentlich gelingt es uns, zu erkennen, wie gut es die meisten von uns haben und nicht alles als selbstverständlich anzusehen, sodass wir den Menschen, die Hilfe nötig haben, helfen und nicht nur immer auf uns selbst fokussiert sind.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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18. Mai: Leonie Schiller, 12 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Leonie Schiller: 

Warum mir Fotobücher in der Coronazeit wichtig sind

In der Coronazeit sind mir Fotobücher sehr wichtig. In dieser Situation, ich bin viel zuhause, sind sie einfach super, weil man sich mit alten Fotos an die Vergangenheit erinnert und man immer wieder etwas zum Lachen hat. Gemeinsam mit meiner Familie schauen wir sie jetzt oft an. Dann sehen wir auch Menschen, die wir in dieser schweren Zeit nicht besuchen dürfen: wie z. B. Oma und Opa, die aufgrund ihres Alters zur besonders durch den Virus gefährdeten Gruppe von Personen zählen. So vermissen wir sie etwas weniger. Mit Fotobüchern kommen außerdem Erinnerungen an Ereignisse hoch, die wir schon längst vergessen hatten, wie die Einzelheiten unserer Familienausflüge, Urlaube und auch Familienfeste. Da kann man wirklich im wahrsten Sinne sehen, wie die Zeit vergeht. Ich sehe mir die Bücher mit meiner Familie gemeinsam an und wir schwelgen in lustigen Erinnerungen und erzählen uns Geschichten dazu. Es gibt viele Bilder von Bekannten und Verwandten, die wir vermissen, da sie in einer anderen Stadt oder sogar in einen anderem Land wohnen oder wir vermissen sie, weil sie leider schon von uns gegangen sind. Durch die Alben kann ich mir in der Pandemie Zeit für mich und meine Familie nehmen. Gleichzeitig freue ich mich über das gemeinsam Erlebte und die Möglichkeit, alle zu sehen, die ich momentan nicht mehr sehen kann. Gestern habe ich deshalb kurzentschlossen selbst ein neues Fotobuch für mich und meine Familie gemacht!

Was ich mir nach Corona vornehmen werde...

Als erstes werde ich meine Großeltern besuchen und mit ihnen Monopoly spielen. Ich freu mich auch auf die gemeinsamen Filmabende mit Oma und Opa. Ich werde mich natürlich auch mit meinen Freunden treffen, da ich sie seit der Schulschließung nicht mehr sehen konnte und mit ihnen einiges nachholen, wie z. B. Eis essen gehen, gemeinsam inlinern und shoppen gehen.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

16. Mai: Luis Probst, 12 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet der Schüler des DGK Luis Probst: 

In der Coronazeit ist mir wichtig, dass meine Familie und meine Freunde gesund und munter bleiben. Zum Glück wurde bisher niemand positiv getestet, den ich kenne.

In den letzten Wochen haben wir mit der Spielesammlung, die meine Mama als Kind zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, sehr viel gespielt. In dieser Spielesammlung sind mehr als 60 verschiedene Spielmöglichkeiten. Die haben wir aber nicht alle ausprobiert. Am liebsten habe ich die Klassiker „Mensch ärgere Dich nicht“ und „Mikado“ gespielt. Zum Glück war in der Vergangenheit das Wetter schön und so konnten wir auch auf der Terrasse spielen.

Aber irgendwann wurden mir auch die Brettspiele langweilig. Jeden Tag das Gleiche.

Darum bin ich froh, dass mittlerweile in Bayern einige Lockerungen in der Coronapandemie gelten. So kann ich heute Nachmittag mit Paul wieder Tennis spielen. Das Training beginnt voraussichtlich auch nächste Woche. Endlich kann ich wieder Sport machen!

Was mich wirklich gefreut hat war, dass ich an Muttertag nach langer Zeit wieder meine Oma und meinen Opa in Bad Abbach besuchen durfte. Hier waren auch meine Tante und mein Cousin zu Besuch. Mir fiel aber wirklich schwer, dass ich Oma und Opa nicht in den Arm nehmen durfte und wir haben auch1,5 Meter  Abstand voneinander gehalten.

An Vatertag werde ich dann mit meinem Papa nach Straubing zu meiner anderen Oma fahren. Auch sie habe ich schon seit Anfang März nicht mehr gesehen und ich vermisse sie und sie mich wahrscheinlich noch viel mehr.

Auch wenn es diese Lockerungen mittlerweile gibt, freue ich mich auf die Zeit nach der Pandemie, weil ich dann endlich wieder mein normales Leben leben kann. Ich kann Familie und Freunde treffen, kann in Urlaub fahren und darf wieder normal zur Schule gehen. Das hätte ich nie gedacht, dass ich einmal die Schule vermissen werde.

Mir wurde in der Zeit bewusst, wie wichtig mir der persönliche Kontakt mit meinen Freunden ist und die will ich in Zukunft noch viel häufiger treffen.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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14. Mai: Lea Neumaier, 17 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Lea Neumaier: 

In Coronazeiten ist mir die Literatur besonders wichtig.

Deshalb ist für mich der Gegenstand des Buches von großer Bedeutung, da er ausgezeichnete Möglichkeiten bietet, um sich selbst von zu Hause aus weiterzubilden, wobei die Themenauswahl nahezu grenzenlos ist.

Ohne die Wohnung verlassen zu müssen, kann man die entferntesten Orte erkunden, indem man in einem Reiseführer schmökert oder sich wie ein erfahrener Börsenmakler vorkommen, während man sich gerade, mittels eines geeigneten Buches, Wissen über Aktien aneignet. Dabei handelt es sich nur um zwei ausgewählte anschauliche Beispiele, welche exemplarisch die beinahe unbegrenzte Vielfalt an Optionen verdeutlichen sollen, mit der zweifelsohne jedermann ein Buch finden kann, das ihm in dieser außergewöhnlichen Zeit viel Freude bereitet.

Zumal man während der COVID-19-Pandemie als Schüler viel Zeit vor Bildschirmen verbringen muss, um sich notwendige Lehrmaterialien zugänglich zu machen, stellen Printmedien zudem einen entspannenden Ausgleich zum jetzigen Alltag dar, der etwaigen Stress reduziert sowie die Aufmerksamkeit und Konzentration wieder steigert. Gleichzeitig ist das Lesen der Bildung dienlich, da das Gehirn neben erweiterten Allgemeinwissen unbewusst seinen Wortschatz ausdehnt und in Folge dessen Texte besser verfasst oder analysiert werden können.

Soziale Kompetenzen gilt es vor allem jetzt zu erhalten und zu schulen, weil man sich gerade nur mit wenigen und meistens häufig nur den gleichen Personen treffen darf oder kann und durch das Lesen wird das Empathievermögen gesteigert. Darüber hinaus sind Bücher speziell in dieser Zeit auch als endlose kostenlose Unterhaltung wertzuschätzen, womit nicht zuletzt die Kreativität angeregt wird.

Neben all den kleinen und großen Herausforderungen, denen wir uns nun gestellt sehen, sollten diese außergewöhnlichen Umstände nicht nur als verschwendete Zeit wahrgenommen werden, die es um jeden Preis tot zu schlagen gilt, sondern sind viel mehr als ein einzigartiges Geschenk anzusehen, welches in unserer Gesellschaft einmal die Pausetaste gedrückt hat und damit eine wunderbare Möglichkeit zur Entschleunigung darstellt, die wir nutzen müssen. Ich würde mir wünschen, dass die Menschen aus dieser, wegen Corona erzwungenen Ruhephase lernen und sich ihre Gelassenheit auch danach im täglichen Leben bewahren können.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

14. Mai: Lisa Schweiger, 13 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Lisa Schweiger: 

                                        Ins kalte Wasser geworfen!

In der Corona Zeit ist es wichtig, unterschiedliche digitale Medien wie Tablets, Computer und Handys zu besitzen. Ich finde, das sind die wichtigsten Gegenstände während der Corona Pandemie, da man über sie viele Sachen ohne direkten Kontakt, der gerade noch verboten ist, erledigen kann: So z.B. erhalten wir Schülerinnen und Schüler am Donau-Gymnasium Kelheim Unterrichtsmaterialien und Hausaufgaben über die „Mebis“ sowie über Emails und gemeinsamen Online-Unterricht über Plattformen wie Mircrosoft Teams. Hier sehen wir auch unsere Mitschülerinnen und Mitschüler wieder. Über Skype und andere Apps bleibe ich mit meinen Verwandten und Freunden in Kontakt, weiß, wie es ihnen geht und bin damit auf dem aktuellen Stand. Sogar meine Hobbys laufen über das Internet, beispielsweise mein Hobby Taekwon-do: Es ist ein Kampfsport aus Korea, der auf den Kampf spezialisiert ist. Dabei muss man Reihenfolgen von Techniken erlernen. Diese zeigt man dann auf einer Meisterschaft oder bei den Gürtelprüfungen vor einem Kampfrichter. Der Internationale Kampf Verein „Sporta .org“ hatte eine sehr einfallsreiche Idee. Ein virtueller Wettkampf, den ich persönlich sehr gelungen fand. Man konnte ein Video von sich selbst in seiner aktuellen „Tul“ machen, einer Reihenfolge von Kampftechniken, der Übungsform im Taekwondo. Am Ende bewerteten verschiedene Kampfrichter das Video und es gab schließlich sogar Gewinner. Daran merkt man, dass Corona uns auf die virtuelle Welt mit digitalen Medien vorbereitet.

Leider ist uns durch das schnelle Schulende wegen der Corona-Pandemie nicht die Zeit geblieben, uns ausführlich auf diese neuen Medien im schulischen Sinne einzustellen. Viele Schülerinnen und Schüler wurden mit ihren Familien ins kalte Wasser geworfen, da sie viele digitale Medien nicht besitzen und kein Geld dafür haben. Mich persönlich würde es freuen, wenn wir in der nächsten Zeit auf Familien mehr Rücksicht nehmen, die sich keine digitalen Geräte leisten können und Lösungen finden, wie alle von digitalen Medien profitieren, nicht nur in der Coronazeit. Mir ist es zudem wichtig, dass wir bei all den Corona-Nachrichten wichtige Themen wie den Klimawandel nicht vergessen.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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13. Mai: Paul Hutschenreuther, 13 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet der Schüler des DGK Paul Hutschenreuther: 

Hallo, ich bin Paul. Ich bin 13 Jahre alt und gehe in die siebte Klasse des Donau-Gymnasiums Kelheim. Seit 9 Wochen habe ich aufgrund der Corona-Pandemie keinen Unterricht in der Schule mehr. Jetzt bekomme ich meine Aufgaben nur noch über das Internet, was mich allmählich nervt. Ich würde gerne wieder in die Schule gehen und meine Mitschüler wiedersehen. Aber das geht zurzeit leider nicht. Besonders wichtig ist mir mein Lautsprecher geworden, da ich mit ihm täglich mindestens 4 Stunden Musik anhöre, um so Zeit zu überbrücken und nicht verrückt zu werden. Man darf nur mit Mund- und Nasenschutz einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr fahren und man muss ständig einen Mindestabstand von 1,5m einhalten. Aktuell werden die Schutzmaßnahmen zwar ein bisschen gelockert, die Neu-Infektionen nehmen aber schon wieder zu, weil manche Menschen glauben, alles sei wieder normal. Ich verbringe jetzt viel mehr Zeit mit meiner Familie, was natürlich gut ist. Zusätzlich gibt es noch eine positive Sache für mich, die die Corona-Ausgansbeschränkungen mit sich bringen, nämlich das Ausschlafen. Ich bin froh, dass wir das Internet haben, was die Situation leichter macht. Auch mit dem Fahrrad fahre ich jetzt mehr. Ich darf auch meine Oma und meinen Opa nicht mehr sehen, da sie, vor allem mein Opa, zur Risikogruppe gehören, bei der die Gefahr größer ist, dass ihr etwas Schlimmes bei einer Corona-Infektion passiert. Ich interessiere mich jetzt auch mehr für die Politik, da die Politiker zurzeit sehr wichtige Entscheidungen treffen müssen. Ich hoffe, bald ist wieder alles normal. Wenn es soweit ist, werde ich mich sicher wieder mehr mit Freunden treffen und Personen besuchen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Es soll aber noch lange dauern, bis der Impfstoff fertig ist. Erst dann sollen die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben werden. Bis dahin werde ich noch viel Musik hören, oft mit der Posaune spielen, und zahlreiche Hausaufgaben auf dem Laptop erledigen.

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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13. Mai: Leonhard Neumeier, 13 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schüler des DGK Leonhard Neumeier: 

In der Coronazeit ist mir wichtig, dass alle die vorgegebenen Regeln beachten und dass wir zusammenhalten!

Mein liebster und mir wichtigster Gegenstand ist zurzeit mein Hoverboard, weil ich damit jeden Tag fahren kann und es mir durch dieses Kapitel meines Lebens hilft.  Am liebsten boarde ich damit bis nach vorne zu unserer Hofeinfahrt und wieder zurück. Oder ich fahre einfach zu meiner Grundschule und übe auf dem Pausenhof Tricks. Leider ist es gestern kaputt gegangen und jetzt muss ich mir eine andere Lieblingsbeschäftigung suchen. Bei Regen ist mir zwar manchmal langweilig, aber dann habe ich zum Glück meine beiden Geschwister. Mit ihnen zusammen kann man viele coole Dinge machen. Meine Familie ist auch eine echte Hilfe, weil meine Eltern mir auch bei den Schulsachen helfen, wenn ich Probleme habe. Und sie sind für mich da, wenn es mir mal nicht so gut geht. In der Coronazeit ist mir außerdem wichtig, dass man auch schöne Stunden miteinander verbringt und sich nicht so oft streitet. Ich glaube, wenn die Coronakrise vorbei ist, dann sind viele Familien richtig zusammengewachsen. Bei mir ist es so, dass wir oft mit der Verwandtschaft skypen, sodass wir uns zumindest online begegnen können. Ich hoffe trotzdem, dass die Coronakrise bald vorbei ist und man sich wieder nach Herzenslust mit jedem treffen kann. Wir werden als erstes die ganze Verwandtschaft besuchen und ich wünsche mir, dass es nie wieder so eine Krise gibt. Ich hatte in der Coronazeit Geburtstag und wir sind zumindest zu Oma und Opa zum Kuchenessen (im Garten und auf Abstand) gegangen.

Hoffentlich haben alle Menschen verstanden, wie gefährlich ein solches Virus wirklich für uns ist!

Wir schreiben Geschichte: Unser Corona-Zeitzeugen-Projekt

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12. Mai: Chiara Sinzinger, 12 Jahre

Die Corona-Krise hat uns alle in verschiedenster Art und Weise getroffen und verändert. Vom Jugendlichen bis zum Erwachsenen In unserem gemeinsamen Zeitzeugenprojekt wollen wir dies dokumentieren. Das Donau-Gymnasium Kelheim, Die Gesellschaft für Landeskunde Dolina e.V., die Mittelbayerische Zeitung, das Museum Abensberg, das Stadtarchiv Kelheim und wir möchten die individuellen Eindrücke und Meinungen festhalten. Heute berichtet die Schülerin des DGK Chiara Sinzinger: 

Mein TRAMPOLIN

In der Corona-Zeit ist mir mein Trampolin wichtig, weil es mir Spaß macht Flips und andere Tricks zu lernen. Außerdem habe ich dann ab und zu auch das Gefühl, etwas zu tun zu haben, und mir ist nicht mehr so langweilig. Ich finde es auch lustig, eigene Tricks zu erfinden oder verschiedene Arten des Frontflips zu lernen, zu üben oder zu erfinden. Es ist auch ein toller Zeitvertreib, da man auf dem Trampolin sehr gut alleine springen kann, was sehr praktisch für mich ist, da ich keine Geschwister habe und ich meine Freunde im Moment nicht treffen darf. Und obwohl die meisten Vereine kein Training haben, bleibt man fit und in Übung, außerdem ist man dann länger an der frischen Luft und das hält gesund!!!

Ich wünsche mir, dass die Menschen aus Corona lernen, dass man zusammenhalten und anderen helfen muss! Und außerdem, dass jeder Einzelne wichtig ist und nur wenn alle für dasselbe kämpfen, man etwas erreichen kann!

Ich freue mich besonders darauf, nach der Corona-Pandemie meine Freunde wieder ohne Abstand und Masken treffen zu dürfen und darauf wieder mein Hobby Aikido in der Realität und nicht über einen Bildschirm über das Online-Tool Zoom machen zu können!

Das Oppidum Manching: Aufstieg und Niedergang im Spiegel der naturräumlichen Gegebenheiten

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Archäologiepreis Schule der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. für Kerstin Matzat

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Museumsfreunde,

es gibt auch gute Nachrichten in diesen Tagen. Nicht nur, dass wir am Wochenende endlich unser Haus wieder für Sie öffnen konnten, nein ein besonders freudiger Anlass stand ebenfalls an:

Kerstin Matzat, ehemalige Schülerin unseres Kooperationspartners Donau-Gymnasium Kelheim, hat für ihre Seminararbeit „Das Oppidum Manching: Aufstieg und Niedergang im Spiegel der naturräumlichen Gegebenheiten“  im Rahmen des Wissenschaftspropädeutischen Seminars im Leitfach Geschichte; Abitur-Jahrg. 2017/19: Spurensucher unterwegs: Geschichte vor Ort entdecken! den mit 500,- Euro dotierten diesjährigen Archäologiepreis Schule der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. erhalten.

Die jetzt prämierte Arbeit entstand unter der Leitung des Seminars durch OstRin Michaela Mallmann. Das Archäologische Museum als Kooperationspartner der Schule stand der Preisträgerin in wissenschaftlichen Fragen dabei ebenfalls beratend zur Seite.

In Anwesenheit von Bürgermeister Christian Schweiger, der die Preisträgerin und die anwesenden Vertreter der Schule und den Kooperationspartnern DOLINA e.V. sowie dem Stadtarchiv herzlich im Museum begrüßte, stellte Dr. Ludwig Husty, stellvertretender Voritzender der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V., die besondere Leistung der Arbeit Kerstin Matzats in seiner Laudatio heraus.

Die strahlende Preisträgerin erhielt neben der ausgelobten Summe, laut Dr. Husty ausdrücklich "zur freien Verfügung", seitens der Stadt noch eine Replik eines keltischen Schlüssels aus dem Kelheimer Oppidum, den Bürgermeister Schweiger gleichsam als "Schlüssel zum Erfolg" auf den weiteren Lebensweg mitgeben konnte.

Aber auch die Schule durfrte nicht leer ausgehen: Die Gesellschaft stiftete für die Schulbücherei alle Bände des "Archäologischen Jahrs in Bayern", der Jahressschrift der Gesellschaft.

Wir wünschen der Preisträgerin ebenfalls viel Glück und Erfolg für die Zukunft!

Römer-Museen am Donaulimes

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Der Kulturtourismus boomt

Am 27. Januar kamen die Mitglieder des Netzwerkes Museen am Donaulimes zusammen mit Experten des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege nach Kelheim zu einem Auftakttreffen mit Vertretern aus der Tourismusbranche und Gastgebern.

Kulturtourismus boomt - wie können Tourismusexperten und Museumsfachleute sich noch besser gemeinsam aufstellen um den Ansprüchen der Gäste zu entsprechen? Welche Unterstützung bietet der Freistaat?

Mit Vorträgen, einem Arbeitskreis und vielen fruchtbaren Gesprächen gingen die Teilnehmer diese Herausforderung an. Weitere Treffen werden nun in regelmäßigen Abständen folgen um weitere Synergien zu finden und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Wir wünschen bereits jetzt viel Spaß bei einem Besuch entlang der Donau: Grenze des Römischen Weltreiches, europäische Lebensader und eine der schönsten Ecken Bayerns.

Hier gibt es mehr Informationen zun den Museen am Donaulimes.

Die Glücklichen

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Übergabe der Preise an die Gewinner der Verlosung anlässlich der Kunst- und Kulturnacht in Kelheim

Am Freitag, den 27. September waren die 20 Gewinner der Verlosung anlässlich der diesjährigen Kunst- und Kulturnacht in Kelheim in Museum eingeladen. Bürgermeister Horst Hartmann begrüßte die Gewinner und stellte dabei die herausragende Stellung der Kulturnacht heraus. Nicht nur, dass heuer das Wetter wieder mitgespielt hat, trug zur wunderbaren Stimmung beim Besuch der sechs Veranstaltungsorte bei. Das angebotene Programm von Befreiungshalle, Evangelischer Gemeinde, Orgelmuseum und Archäologischem Museum, sowie die Ausstellung der Gruppe Kunst im Donaugymnasium und der Rathausinnenhof konnte vielfältiger und bunter nicht sein. Hartmann danke für das Engagement der Veranstalter und auch den anwesenden Gewinnern, stellvertretend für alle Besucher der diesjährigen Kunst- und Kulturnacht. Im Anschluss wurde von den einzelnen Veranstaltern die jeweils ausgelobten Preise übergeben.

 

 

Rund 1000 Besucher

kamen zur KuKuK ins Museum!

Am 30. August ging es nach langen Vorbereitungen bei herrlichstem Wetter um 19.00 Uhr endlich wieder los: Die Kelheimer Kunst- und Kulturnacht KuKuK ging in ihre diesjährige Ausgabe. Und dabei hatte sie heuer wieder traditionelll harte Konkurrenz mit dem Gillamoos.

Bis nach Mitternacht haben die rund 1000 Besucher, die bei fetzigem Rock und Pop mit Project 6 im Erdgeschoss und bei der Weltmusik von Fankani in der stadtgeschichtlichen Abteilung sich unterhalten und unterhalten lassen. Bei den beliebten kleinen Häppchen und bei einem Gläschen Wein oder einem kühlen Bierchen ließen es sich die Besucher gut gehen, bevor man vielleicht noch in eine der anderen Stationen weiterzog.

Hoffentlich hat es Ihnen in der KuKuK wieder so viel Spaß gemacht wie uns!

Sehen wir uns nächstes Jahr wieder?

LOST PLACES - Lieblingsbilder der Schüler und Schülerinnen des DGK

Projekt "Zeitung in der Schule" befasst sich mit verlassenen Orten

Am Donnerstag den 17. Mai 2018 haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Donau-Gymnasiums im Rahmen des Projektes "Zeitung in der Schule" unter der Leitung von Michaela Mallmann ihren "Lieblings-LOST PLACE" in der laufenden Sonderausstellung ausgesucht.

Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan gab zuvor einen Einblick über die "verlassenen Orte" und die Thematik des Fotografierens solcher Plätze: Wie ein Archäologe des Zeitgenössischen dokumentiert der Künstler Peter Untermaierhofer diese Orte - ein Vergleich mit der Museumsarbeit drängt sich dabei förmlich auf: Sammeln (wenigstens fotografisch), Bewahren (als eindrucksvolles Fotodokument), Erforschen und (kunstvoll) Präsentieren!

Und dass der Künstler dabei gewisse Risiken auf sich nimmt, hatten die Schüler schon bald herausgefunden: Nicht nur die Fotoreise in die Tschernobyl-Sperrzone, über die Peter Untermaierhofer am 12.10. im Rahmen der Kelheimer Kulturtage im Museum berichten wird, barg solche Risiken. Nein, jeder falsche Schritt in einem verfallenden Lost Place kann schmerzhafte Folgen haben.

Nach dem Ausstellungsrundgang vertieften sich die Schüler in "ihren" Lost Place, der sie aus vielfältigen Gründen ganz besonders angesprochen hat und werden sich dazu ihre speziellen Fragen an den Künstler überlegen. Peter Untermaierhofer wird im Interview mit den Schüler dazu Rede und Antwort stehen.

Wir sind jedenfalls schon gespannt auf den Bericht, denn "Zeitung in der Schule" machte heute allen sichtbar Spaß!

Tourismus im Fokus

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Schülerinnen des DGK haben die Sommerfrischler im Visier

Am Dienstag den 10.10.2017 haben sich Schülerinnen im Rahmen eines P-Seminars am Donau-Gymnasium Kelheim in der laufenden Sonderausstellung "Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen. Die Geschichte des Tourismus" über eben dieses Thema genau informiert. Ausstellungsmacherin Petra-Neumann-Eisele hat die jungen Forscherinnen unseres Kooperationspartners DGK dabei mit vielen weiteren Hintergrundinformationen zur Tourismusgeschichte und zur Ausstellung versorgt. Auf die Ergebnisse der P-Seminararbeiten dürfen wir gespannt sein!

Die Funde aus Mitterfecking "Baugebiet Seilbacher Str. II" haben eine neue Unterkunft

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Die Gemeinde Saal a.d. Donau übergibt die besonderen Funde ans Museum

Am 18.7. übergab die Gemeinde Saal a.d. Donau in Anwesenheit von Erstem Bürgermeister Christian Nerb und Geschäftsleiter Tobias Zeitler dem Museum die Funde der Ausgrabung "Seilbacher Straße II".

Zweiter Bürgermeister der Stadt Kelheim Franz Aunkofer hieß im Namen der Stadt die Anwesenden Vertreter der Gemeinde Saal, des Landkreises und der Presse im Museum herzlich willkommen und bedankte sich für die Übergabe der Funde, die nun den Bestand des Museums bereichern.

Erster Bügermeister Christian Nerb wünschte sich für die besonderen Artefakte eine gute Heimat und freute sich, dass sie in der Region bleiben können. Die Vertreter der Gemeinde Saal, die insgesamt 91 000 Euro in die Ausgrabung des 1,6 ha großen Areals an der Seilbacher Straß in Mitterfecking investiert hat, betonten, dass ihnen der Schutz und Erhalt der Denkmäler als Bausteine der heimatlichen Geschichte besonders am Herzen liegen.

Dr. Joachim Zuber von der Kreisarchäologie Kelheim, der die Ausgrabung, die durch die Firma Adilo durchgeführt wurde, fachlich betreut hat, gab einen ersten Einblick in die einzelnen Befunde und Funde. Herausragend ist v.a. ein Brandgrab der Stufe Bz D (13. Jh. v. Chr.) mit seltener Schmuckausstattung. Die Bronzen aus dem Kindergrab wurden freundlicherweise vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Regensburg restauriert. Zuber hob die Bedeutung des Grabes aber auch des gesamten Fundareals hervor, das mit den beiden Vorgängergrabungen ein nun sich weiter verdichtendes Bild der Vergangenheit Mitterfeckings zeigt.

Für das Museum bedankte sich Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan für das dem Haus entgegengebrachte Vertrauen und versprach, die Funde fachgerecht zu lagern und der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Dies soll nach erfolgter Inventarisierung der nächste Schritt sein, bevor die Funde schließlich in einigen Jahren in einer Sonderausstellung zu sehen sein werden.

Die Wikinger waren da!

Besuch der Norwegischen Archäologischen Gesellschaft im Museum

Insgesamt 63 Mitglieder der Norwegischen Archäologischen Gesellschaft und ihre Reiseleiterin und Dolmetscherin konnte Museumsleiter Dr. Sorcan im Rahemen ihrer Deutschlandexkursion am 20. Mai 2017 in Kelheim begrüßen. Nach einer kurzen (dreisprachigen Einführung) zur Geschichte des Herzogkastens und des Museums verteilten sich die Teilnehmer der mehrtätigen Deutschlandreise der Gesellschaft im Haus, um "ihre" Spezialgebiete zu erkunden. Viele Fragen zu einzelnen Objekten und ihr Kontext im europäischen Zusammenhang wurden im Laufe des Besuches erörtert und diskutiert. Dabei wurde auch einhellig das Konzept der Ausstellung gelobt. Zum Ende des Aufenthaltes, der natürlich viel zu kurz erschien, dankten die Exkursionsteilnehmer Dr. Sorcan für die herzliche Aufnahme und - ganz nach wikingischer Manier - "plünderten" den Museumsladen auf der Jagd nach Repliken, Literatur und Reiseandenken.

Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. zu Gast im Museum

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Über 100 Teilnehmer bei der Sonntagsexkursion des 36. Niederbayerischen Archäologentages

Die Gesellschaft für Archäologie in Bayern besuchte am 30.4.2017 im Rahmen des 36. Niederbayerischen Archäologentages in Deggendorf das Archäologische Museum. Über 100 Teilnehmer hatten sich bei Kaiserwetter zur traditionellen Sonntagsexkursion aufgemacht, die heuer nach Kelheim, ins Altmühltal, nach Hienheim und Eining sowie nach Oberndorf führte. Die Organisatoren und Exkursionsleiter Dr. Ludwig Husty von der Kreisarchäologie Straubing-Bogen, Dr. Karl Schmotz, Dr. Stefan Hahnöffner von der Kreisarchäologie Deggendorf und Dr. Joachim Zuber von der Kreiarchäologie Kelheim hatten aufgrund der großen Teinehmerzahl die Gruppe geteilt: Während jeweils eine Hälfte das Museum besuchte, wurde die andere Hälfte auf kurzweiligen und spannenden Stadtführungen von Bernd Grune und Sylvia Kühnl in Kelheims Geschichte eingeführt. Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan begrüßte die Exkursionsteilnehmer und erläuterte die Geschichte des Museums und der Sammlungen sowie des Herzogkastens und gab Einblicke zur Konzeption des Hauses. Anschließend konnten in vielen einzelnen Gesprächen fachliche Details zu Objekten und Fundkomplexen in der Ausstellung erörtert werden.

hwan-yeonghada!

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Willkommen im Museum!

Kolleginnen und Kollegen von Universitäten, Forschungsinstituen und Archäologie-Museen in Südkorea machten auf ihrer Europaexkursion am 26.2.2016 auch einen Besuch im Archäologischen Museum.

Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan begrüßte sie herzlich mit einer zeremoniellen tiefen Verbeugung und führte die rund 20 Teilnehmer zunächst durch das Haus und stellte sich anschließend den schier zahllosen Fragen zu einzelnen Exponaten. Tief beeindruckt zeigte man sich von der reichen Vorgeschichte Kelheims und der Umgebung und reitzte auch fleißig die Datenspeicher der Digitalkameras aus.

Leider unter enormen Zeitdruck wurden im Anschluss noch Stationen im Archäologiepark und verschiedene Denkmäler - etwa das große Zangentor auf dem Michelsberg bei Kelheim - besucht, bevor die Reise mit dem Bus weiter ging nach Frankfurt am Main.

Mit DGM und GPS zu Kelten, Kriegern und Mönchen

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„1. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ am 3. und 4. Oktober 2015 in Kelheim

Mit dem „1. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ führte das Sachgebiet Ehrenamt in der Bodendenkmalpflege in Kooperation mit dem Archäologischen Museum der Stadt Kelheim und der Kreisarchäologie Kelheim eine Fortbildungsveranstaltung durch, bei der sich die an der Arbeit mit digitalen Geländemodellen Interessierten auch überregional kennenlernen und austauschen konnten.

Dementsprechend hatten die Veranstalter Dr. Sabine Mayer (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) und Dr. Bernd Sorcan (Archäologisches Museum der Stadt Kelheim) das Programm gestaltet. 

Die Nachfrage bei den Ehrenamtlichen war riesengroß und es konnten leider gar nicht alle Anfragen berücksichtigt werden. So reisten schließlich 25 Ehrenamtliche an: von Lindau bis Passau, aus dem Nördlinger Ries bis zum Schongau.

Der Samstag begann mit einer theoretischen Schulung durch die Ehrenamtsbetreuerin Dr. Sabine Mayer zu den Grundlagen, zur Auswertung und Vorgehensweise bei der Arbeit mit digitalen Geländemodellen. Zur praktischen Übung ging es dann nachmittags gleich ins Gelände, wo sich im Wald die Möglichkeit ergab, das Gehörte zu erproben und einzuüben: eine römische Straße und eine Befestigung, ein mittelbronzezeitliches Grabhügelfeld und eine spätkeltische Viereckschanze wurden mit Hilfe von GPS-Gerät, PDA und DGMs untersucht.

Den Abend vervollständigte schließlich ein öffentlicher Abendvortrag gehalten von Kelheims Kreisarchäologe Dr. Joachim Zuber, über die Forschungsgeschichte und die Gewinne der Archäologie im Kelheimer Raum.

 

Am Sonntag ging es weiter mit einem umfangreichen Exkursionsprogramm. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch das Archäologische Museum der Stadt Kelheim und die Kelheimer Altstadt, wanderte man unter zahlreichen, von Dr. Bernd Sorcan unterhaltsam verpackten Informationen hinauf zur Befreiungshalle, durch das keltische Oppidum auf dem Michelsberg bis zum Donaudurchbruch bei Weltenburg. Das Übersetzen zum Kloster Weltenburg fiel bei einem Platzregen buchstäblich fast ins Wasser, dennoch kamen alle – pudelnass  aber wohlbehalten – auf die andere Seite. Dann ging es weiter hinauf zu den Denkmälern auf dem Weltenburger Frauenberg. Zurück nach Kelheim nahm man zum Ausklang das Ausflugsschiff.

Das erste Feedback der Teilnehmer gleich noch am Sonntag war überaus positiv schnell kam die Frage auf, ob es denn nächstes Jahr auch ein „2. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ geben wird.

...wir werden sehen!

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