News zum Archäologischen Museum

Hier finden Sie regelmäßig Nachrichten aus dem Museum. Sie können aber auch unseren Newsletter abonnieren, dann kommen die Neuigkeiten gleich zu Ihnen nach Hause.

LOST PLACES - Lieblingsbilder der Schüler und Schülerinnen des DGK

Projekt "Zeitung in der Schule" befasst sich mit verlassenen Orten

Am Donnerstag den 17. Mai 2018 haben sich 20 Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Donau-Gymnasiums im Rahmen des Projektes "Zeitung in der Schule" unter der Leitung von Michaela Mallmann ihren "Lieblings-LOST PLACE" in der laufenden Sonderausstellung ausgesucht.

Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan gab zuvor einen Einblick über die "verlassenen Orte" und die Thematik des Fotografierens solcher Plätze: Wie ein Archäologe des Zeitgenössischen dokumentiert der Künstler Peter Untermaierhofer diese Orte - ein Vergleich mit der Museumsarbeit drängt sich dabei förmlich auf: Sammeln (wenigstens fotografisch), Bewahren (als eindrucksvolles Fotodokument), Erforschen und (kunstvoll) Präsentieren!

Und dass der Künstler dabei gewisse Risiken auf sich nimmt, hatten die Schüler schon bald herausgefunden: Nicht nur die Fotoreise in die Tschernobyl-Sperrzone, über die Peter Untermaierhofer am 12.10. im Rahmen der Kelheimer Kulturtage im Museum berichten wird, barg solche Risiken. Nein, jeder falsche Schritt in einem verfallenden Lost Place kann schmerzhafte Folgen haben.

Nach dem Ausstellungsrundgang vertieften sich die Schüler in "ihren" Lost Place, der sie aus vielfältigen Gründen ganz besonders angesprochen hat und werden sich dazu ihre speziellen Fragen an den Künstler überlegen. Peter Untermaierhofer wird im Interview mit den Schüler dazu Rede und Antwort stehen.

Wir sind jedenfalls schon gespannt auf den Bericht, denn "Zeitung in der Schule" machte heute allen sichtbar Spaß!

Die neue Saison

secret_garden_shed-2013-1.jpg

LOST PLACES und "Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen"

Liebe Museumsbesucher,

wir haben den Winter über das Museum wieder fit gemacht und einige Neuerungen konnten verwirklicht werden. So haben wir endlich eine Erweiterung im Kassenbereich vorgenommen - Danke an unseren Bauhof! Es ist sehr sehr schön geworden. Wir hoffen, wir können Sie auch mit unserer "neuen" Kaffee-Ecke überzeugen.

Besonders überzeugen konnte schon unser diesjähriger Aussteller Peter Untermaierhofer bei der Vernissage am 20. März. Passend umrahmt von den Klängen von "Lost in a Bar" gab der Künstler mit dem markanten Käppi mit viel Charme und Witz Einblicke in seine kraftvollen und doch so melancholischen Foto-Arbeiten, die nun endlich bei uns zu sehen sind:

LOST PLACES

Die Gäste waren dem Zauber und der Faszination dieser Bilder sofort erlegen.

Daneben zeigen wir die Ausstellung "Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen. Die Geschichte des Tourismus in Kelheim" noch bis zum 4. November - gehen Sie auf eine spannende und amüsante Zeitreise zu Sommerfrische und den Nachkriegsjahren, in denen Campen im Donaudurchbruch kein Problem war! 

Wir freuen uns sehr, Sie heuer wieder in unserem Museum begrüßen zu dürfen zu zahlreichen Aktionen, Festen, den "Vorzüglichen Betten" und den LOST PLACES von Peter Untermaierhofer.

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit und viel Spaß bei Ihrem Besuch!

Ihr Museumsteam

Hier finden Sie unsere Veranstaltugen 2018

Tourismus im Fokus

dsc07835.jpg

Schülerinnen des DGK haben die Sommerfrischler im Visier

Am Dienstag den 10.10.2017 haben sich Schülerinnen im Rahmen eines P-Seminars am Donau-Gymnasium Kelheim in der laufenden Sonderausstellung "Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen. Die Geschichte des Tourismus" über eben dieses Thema genau informiert. Ausstellungsmacherin Petra-Neumann-Eisele hat die jungen Forscherinnen unseres Kooperationspartners DGK dabei mit vielen weiteren Hintergrundinformationen zur Tourismusgeschichte und zur Ausstellung versorgt. Auf die Ergebnisse der P-Seminararbeiten dürfen wir gespannt sein!

Die Funde aus Mitterfecking "Baugebiet Seilbacher Str. II" haben eine neue Unterkunft

dsc_4774.jpg

Die Gemeinde Saal a.d. Donau übergibt die besonderen Funde ans Museum

Am 18.7. übergab die Gemeinde Saal a.d. Donau in Anwesenheit von Erstem Bürgermeister Christian Nerb und Geschäftsleiter Tobias Zeitler dem Museum die Funde der Ausgrabung "Seilbacher Straße II".

Zweiter Bürgermeister der Stadt Kelheim Franz Aunkofer hieß im Namen der Stadt die Anwesenden Vertreter der Gemeinde Saal, des Landkreises und der Presse im Museum herzlich willkommen und bedankte sich für die Übergabe der Funde, die nun den Bestand des Museums bereichern.

Erster Bügermeister Christian Nerb wünschte sich für die besonderen Artefakte eine gute Heimat und freute sich, dass sie in der Region bleiben können. Die Vertreter der Gemeinde Saal, die insgesamt 91 000 Euro in die Ausgrabung des 1,6 ha großen Areals an der Seilbacher Straß in Mitterfecking investiert hat, betonten, dass ihnen der Schutz und Erhalt der Denkmäler als Bausteine der heimatlichen Geschichte besonders am Herzen liegen.

Dr. Joachim Zuber von der Kreisarchäologie Kelheim, der die Ausgrabung, die durch die Firma Adilo durchgeführt wurde, fachlich betreut hat, gab einen ersten Einblick in die einzelnen Befunde und Funde. Herausragend ist v.a. ein Brandgrab der Stufe Bz D (13. Jh. v. Chr.) mit seltener Schmuckausstattung. Die Bronzen aus dem Kindergrab wurden freundlicherweise vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Regensburg restauriert. Zuber hob die Bedeutung des Grabes aber auch des gesamten Fundareals hervor, das mit den beiden Vorgängergrabungen ein nun sich weiter verdichtendes Bild der Vergangenheit Mitterfeckings zeigt.

Für das Museum bedankte sich Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan für das dem Haus entgegengebrachte Vertrauen und versprach, die Funde fachgerecht zu lagern und der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Dies soll nach erfolgter Inventarisierung der nächste Schritt sein, bevor die Funde schließlich in einigen Jahren in einer Sonderausstellung zu sehen sein werden.

Die Wikinger waren da!

Besuch der Norwegischen Archäologischen Gesellschaft im Museum

Insgesamt 63 Mitglieder der Norwegischen Archäologischen Gesellschaft und ihre Reiseleiterin und Dolmetscherin konnte Museumsleiter Dr. Sorcan im Rahemen ihrer Deutschlandexkursion am 20. Mai 2017 in Kelheim begrüßen. Nach einer kurzen (dreisprachigen Einführung) zur Geschichte des Herzogkastens und des Museums verteilten sich die Teilnehmer der mehrtätigen Deutschlandreise der Gesellschaft im Haus, um "ihre" Spezialgebiete zu erkunden. Viele Fragen zu einzelnen Objekten und ihr Kontext im europäischen Zusammenhang wurden im Laufe des Besuches erörtert und diskutiert. Dabei wurde auch einhellig das Konzept der Ausstellung gelobt. Zum Ende des Aufenthaltes, der natürlich viel zu kurz erschien, dankten die Exkursionsteilnehmer Dr. Sorcan für die herzliche Aufnahme und - ganz nach wikingischer Manier - "plünderten" den Museumsladen auf der Jagd nach Repliken, Literatur und Reiseandenken.

Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V. zu Gast im Museum

dsc07471.jpg

Über 100 Teilnehmer bei der Sonntagsexkursion des 36. Niederbayerischen Archäologentages

Die Gesellschaft für Archäologie in Bayern besuchte am 30.4.2017 im Rahmen des 36. Niederbayerischen Archäologentages in Deggendorf das Archäologische Museum. Über 100 Teilnehmer hatten sich bei Kaiserwetter zur traditionellen Sonntagsexkursion aufgemacht, die heuer nach Kelheim, ins Altmühltal, nach Hienheim und Eining sowie nach Oberndorf führte. Die Organisatoren und Exkursionsleiter Dr. Ludwig Husty von der Kreisarchäologie Straubing-Bogen, Dr. Karl Schmotz, Dr. Stefan Hahnöffner von der Kreisarchäologie Deggendorf und Dr. Joachim Zuber von der Kreiarchäologie Kelheim hatten aufgrund der großen Teinehmerzahl die Gruppe geteilt: Während jeweils eine Hälfte das Museum besuchte, wurde die andere Hälfte auf kurzweiligen und spannenden Stadtführungen von Bernd Grune und Sylvia Kühnl in Kelheims Geschichte eingeführt. Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan begrüßte die Exkursionsteilnehmer und erläuterte die Geschichte des Museums und der Sammlungen sowie des Herzogkastens und gab Einblicke zur Konzeption des Hauses. Anschließend konnten in vielen einzelnen Gesprächen fachliche Details zu Objekten und Fundkomplexen in der Ausstellung erörtert werden.

hwan-yeonghada!

koreaner-003.jpg

Willkommen im Museum!

Kolleginnen und Kollegen von Universitäten, Forschungsinstituen und Archäologie-Museen in Südkorea machten auf ihrer Europaexkursion am 26.2.2016 auch einen Besuch im Archäologischen Museum.

Museumsleiter Dr. Bernd Sorcan begrüßte sie herzlich mit einer zeremoniellen tiefen Verbeugung und führte die rund 20 Teilnehmer zunächst durch das Haus und stellte sich anschließend den schier zahllosen Fragen zu einzelnen Exponaten. Tief beeindruckt zeigte man sich von der reichen Vorgeschichte Kelheims und der Umgebung und reitzte auch fleißig die Datenspeicher der Digitalkameras aus.

Leider unter enormen Zeitdruck wurden im Anschluss noch Stationen im Archäologiepark und verschiedene Denkmäler - etwa das große Zangentor auf dem Michelsberg bei Kelheim - besucht, bevor die Reise mit dem Bus weiter ging nach Frankfurt am Main.

Mit DGM und GPS zu Kelten, Kriegern und Mönchen

schulungsteilnehmer-2015_foto-kurt-richter_i.jpg

„1. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ am 3. und 4. Oktober 2015 in Kelheim

Mit dem „1. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ führte das Sachgebiet Ehrenamt in der Bodendenkmalpflege in Kooperation mit dem Archäologischen Museum der Stadt Kelheim und der Kreisarchäologie Kelheim eine Fortbildungsveranstaltung durch, bei der sich die an der Arbeit mit digitalen Geländemodellen Interessierten auch überregional kennenlernen und austauschen konnten.

Dementsprechend hatten die Veranstalter Dr. Sabine Mayer (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege) und Dr. Bernd Sorcan (Archäologisches Museum der Stadt Kelheim) das Programm gestaltet. 

Die Nachfrage bei den Ehrenamtlichen war riesengroß und es konnten leider gar nicht alle Anfragen berücksichtigt werden. So reisten schließlich 25 Ehrenamtliche an: von Lindau bis Passau, aus dem Nördlinger Ries bis zum Schongau.

Der Samstag begann mit einer theoretischen Schulung durch die Ehrenamtsbetreuerin Dr. Sabine Mayer zu den Grundlagen, zur Auswertung und Vorgehensweise bei der Arbeit mit digitalen Geländemodellen. Zur praktischen Übung ging es dann nachmittags gleich ins Gelände, wo sich im Wald die Möglichkeit ergab, das Gehörte zu erproben und einzuüben: eine römische Straße und eine Befestigung, ein mittelbronzezeitliches Grabhügelfeld und eine spätkeltische Viereckschanze wurden mit Hilfe von GPS-Gerät, PDA und DGMs untersucht.

Den Abend vervollständigte schließlich ein öffentlicher Abendvortrag gehalten von Kelheims Kreisarchäologe Dr. Joachim Zuber, über die Forschungsgeschichte und die Gewinne der Archäologie im Kelheimer Raum.

 

Am Sonntag ging es weiter mit einem umfangreichen Exkursionsprogramm. Leider spielte das Wetter nicht so ganz mit. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch das Archäologische Museum der Stadt Kelheim und die Kelheimer Altstadt, wanderte man unter zahlreichen, von Dr. Bernd Sorcan unterhaltsam verpackten Informationen hinauf zur Befreiungshalle, durch das keltische Oppidum auf dem Michelsberg bis zum Donaudurchbruch bei Weltenburg. Das Übersetzen zum Kloster Weltenburg fiel bei einem Platzregen buchstäblich fast ins Wasser, dennoch kamen alle – pudelnass  aber wohlbehalten – auf die andere Seite. Dann ging es weiter hinauf zu den Denkmälern auf dem Weltenburger Frauenberg. Zurück nach Kelheim nahm man zum Ausklang das Ausflugsschiff.

Das erste Feedback der Teilnehmer gleich noch am Sonntag war überaus positiv schnell kam die Frage auf, ob es denn nächstes Jahr auch ein „2. Wochenende Archäologie und Ehrenamt im Altmühltal“ geben wird.

...wir werden sehen!

Loading...