Lost Places - Fotografien von Peter Untermaierhofer

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Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim
vom 21. März bis 4. November 2018

Wie Relikte aus einer anderen Welt, so wirken die so genannten „Lost Places“, vom Menschen verlassene und sich selbst überlassene Orte, die dem Verfall ausgesetzt sind. Eine junge Fotografenszene sucht seit einigen Jahren diese aufgegebenen Gebäude wie Villen, Hotels, Fabriken, Krankenhäuser und Kirchen auf, um sie mit der Kamera zu erforschen. Sie begibt sich damit auf eine Reise in nicht selbst miterlebte Zeiten und hält die Spuren der Vergänglichkeit vor dem endgültigen Verschwinden fest. Was ist an diesen verlassenen, maroden und oftmals baufälligen Plätzen erlaubt und was nicht? Ein selbst auferlegter Ehrenkodex zum Schutz der „Lost Places“ besagt: Nimm nichts mit außer Bilder und hinterlasse nichts anderes als Fußspuren.

Das Ergebnis sind Fotografien, auf denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Es kommt einem der Gedanke, dass jeden Augenblick Menschen die Szene betreten, um den Ort wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen. Doch eine mehr oder weniger dicke Staubschicht, bröckelnder Putz und in den Gebäuden wachsendes Unkraut und Buschwerk trennen das Vergangene von der Gegenwart. Was bleibt, ist der Charme der Vergänglichkeit und die morbide Schönheit des Verfalls, wenn sich die Natur diese Plätze langsam zurückerobert.

 

Peter Untermaierhofer wurde 1983 in Eggenfelden geboren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Diplomingenieur für Medientechnik (FH). Seit 2008 widmet er sich verstärkt der Fotografie. An der James Cook University in Townsville, Australien, belegte er ein Semester Photography. Seit 2009 widmet er sich verlassenen Orten aller Art. 2013 wurden seine Bilder „Lost Places“ erstmals im Rahmen der Hauptausstellung „urbEXPO“ in Bochum präsentiert. 2014 zeigte Untermaierhofer seine Arbeiten auf der Stroke Art Fair, Deutschlands führender Messe für neue zeitgenössische Kunst im „urban exploration“ Bereich. 2014, 2015 und 2016 war er erneut auf der „urbEXPO“ + „urbEXPO Retrospectiva“ vertreten. Zustätzlich fanden zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland statt.

Ende 2013 erschien Peter Untermaierhofers Bildband „Vergessene Orte im Ruhrgebiet“. 2016 publizierte er neben seiner selbstverlegten Werkschau „Lost Places Retrospektive 2013 – 2016“ ein Fachbuch mit dem Titel „Lost Places fotografieren“, in dem Untermaierhofer seine Arbeitsweise erklärt und sich über die Schulter schauen lässt.

Für 2018 ist die erste Ausstellung in der Schweiz geplant. Mit seiner ersten großen Werkschau wird 2019 in der Stadtgalerie Deggendorf Untermaierhofers bisher umfangreichste Ausstellung mit über 60 Bildern stattfinden. 

Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen. Geschichte des Tourismus in Kelheim

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Sonderausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim
vom 21. März bis 4. November 2018.

Ausstellungsmacherin Petra Neumann-Eisele hat für die Sonderausstellung "Vorzügliche Betten zu billigsten Preisen. Geschichte des Tourismus in Kelheim" hunderte Seiten Archivmaterial, alte Plakate und Prospekte, Gästebücher und Werbeanzeigen und sogar historisches Filmmaterial unter die Lupe genommen. Und dabei kamen viele Überraschungen zum Vorschein. Nicht nur, dass der älteste Hinweis auf Tourismus in Kelheim bereits aus dem ausgehenden Mittelalter stammt, sondern auch, dass die Gastgeber vor dem ersten Weltkrieg die Sommerfrischler in der Anzeige noch „Hochachtungsvollst“ zu grüßen pflegten. Gezeigt wird u.a. zu den Themen Schifffahrt, Naturschönheit oder der „Bildungsreise“ aber nicht nur alte Werbung. Vom historischen Fotoapparat oder Koffer über Souvenirs und Liegestühle bis hin zu einer geheimnisvollen Keule ist alles zu sehen, was die „Sommerfrischler und Radfahrer“ brauchten und was neben „Aufmerksamer Bedienung“ noch getan wurde, um ihnen „vorzügliche Betten zu billigsten Preisen (auch im Abonnement)“ in Kelheim anbieten zu können.

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