Archäologisches Museum der Stadt Kelheim

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Das Archäologische Museum im spätgotischen Herzogkasten schlägt eine Brücke in die große keltische Vergangenheit Kelheims und zu ihrer bedeutenden Keltenstadt „Alkimoennis“.

Die Ausstellung erfasst die Archäologie Kelheims von der Zeit der Neandertaler bis zum frühen Mittelalter und eine Ausstellung zur Stadtgeschichte. Durch die Ausgrabungen im Bereich des Rhein-Main-Donau-Kanals kann eine lückenlose Besiedlungskontinuität vom Neandertaler des Altmühltales bis zur Stadterhebung Kelheims gezeigt werden.

Originalfunde, wie ein seltenes Brotlaibidol, keltische Grabbeigaben oder der römische Münzschatz von Eining werden durch Rekonstruktionen, Illustrationen und Modelle ergänzt:

Die Ausstellung erzählt von den altsteinzeitlichen Jägern in der letzten Eiszeit oder wie die ersten Ackerbauern den begehrten Feuerstein in Bergwerken gewannen. In der Bronzezeit rückte die Region entlang Donau und Altmühl ins Zentrum des Handels zwischen Ost und West, Nord und Süd: Kupfer und Zinn, Bernstein und Gold. Und schließlich gründeten die Kelten hier auf dem Michelsberg das Oppidum Alkimoennis – eine riesige Stadt mitten im „Ruhrgebiet der Kelten“. Die römische Eroberung zieht die Region ins Spannungsfeld: zahlreiche Funde veranschaulichen das zivile und militärische Leben an Donau und rätischem Limes. Mit Siedlungen und Gräbern legen die ersten Bajuwaren schon im frühen 6. Jahrhundert die Keimzellen der späteren Stadt. Hier leitet die Ausstellung mit dem Modell des Handels- und Wirtschaftszentrums zur Zeit Kaiser Karls des Großen über zur stadtgeschichtlichen Abteilung:

Direkt ins Hochwassergebiet hineingebaut, bestimmte die strategisch günstige Lage zwischen Michelsberg, Donau und Altmühlmündung stets das Leben der Bewohner. Fischer und Schiffsleute werden bereits um 1300 urkundlich genannt. Im 14./15. Jahrhundert dürfte in Kelheim eine große Schopperwerkstatt - eine Werft - bestanden haben. Der Name der Stadt wurde sogar auf einen bestimmten Schiffstyp übertragen, den „Kelheimer“. Die stadtgeschichtliche Abteilung zeigt außerdem, wo, wie und wovon die Kelheimer lebten: welche Handwerke man ausübte, wie z.B. Wein und Bier das Stadtbild prägten...

Das Museum, ausgezeichnet mit dem Sonderpreis des Europarates, beherbergt im Innenhof 13 Meter Orginalreste der Keltenmauer sowie eine Rekonstruktion ihrer ursprünglichen Höhe. Wechselnde Sonderausstellungen, Führungen und ein umfrangreiches museumspädagogisches Programm ergänzen das Angebot.

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